An Antidote to Chaos, Regel 2: Betrachte dich als jemanden, dem du helfen musst

Wie versprochen kommt hier die Regel 2, zu Petersons Buch 12 Rules for Life. Die Zusammenfassung zu Regel 1 findet Ihr hier. Diese Regel muss wohl aus Petersons psychologischer Praxis entstanden sein, denn sie klingt zunächst trivial, so trivial, dass kaum jemand auf die Idee kommen würde, sie überhaupt aufzuschreiben.
Hinter dieser Regel steht die Erkenntnis, dass Menschen häufig Selbstverachtung empfinden, auch solche, die es mit Vehemenz abstreiten würden. Viele von uns empfinden Selbstverachtung, irgendwo tief in uns drin behandeln wir uns, als würden wir es nicht verdienen ein gutes Leben zu führen. Blicken wir also hinter dem Schleier dieser Regel.

Betrachte dich als jemanden, dem du helfen musst

Stellen Sie sich vor, ihr Haustier ist krank, sie sind besorgt, haben Angst um ihr Tier und gehen zum Tierarzt. Der Arzt verschreibt ihrem geliebtem Haustier Tabletten. Würden Sie die Tabletten dem Tier verweigern? Nein, das würden Sie nicht, Sie würden alles tun, um ihr geliebtes Tier zu retten.
Sollten Sie keine Tiere mögen, dann stellen sie sich dasselbe bzgl. eines geliebten Mitmenschen vor. Wir tun alles, um zu retten, was wir wirklich lieben. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen gleichzeitig, dass viele, die meisten, Menschen ihre Tabletten nicht richtig nehmen. Erst werden sie unregelmäßig eingenommen, später immer häufiger vergessen. Schließlich gar nicht mehr genommen.
Unser Handeln ist voller Widersprüche, wenn es uns nicht gut geht oder wir gar sterben, dann betrifft das auch Mitmenschen, die wir lieben. Wir tun alles um geliebten Menschen oder sogar unseren Haustieren zu helfen, aber lassen uns selbst verwahrlosen. Unter den Konsequenzen unseres Handelns leiden dann wiederum unsere Geliebten.
Wenn sie also einen Fehler oder ein Problem, an sich entdecken und es fehlt ihnen die innere Motivation ihre Situation zu verbessern, dann denken sie an ihre Verantwortung für ihre Mitmenschen. Sollten sie keine Ihnen nahestehende Menschen haben, dann denken sie an ihren Hund oder woran auch immer.
Ihr Hund wäre traurig, würde er wissen, dass sie nicht alles tun, um sich selbst zu pflegen. Sollten Sie sterben, wird er noch trauriger sein und vielleicht in ein Tierheim gebracht und in letzter Konsequenz eingeschläfert. So, wie Sie ihr Leben führen, können sie auch ihr Umfeld positiv oder negativ beeinflussen. Im besonderen Maße gilt das auch, wenn sie Kinder haben. Denken Sie an Stalins Mutter. Die Fehler, die Sie an ihren Sohn begann, haben letzten Endes viele Millionen Menschen ins Unglück gestürzt.

Zusammenfassung

Tun Sie also sich selbst etwas Gutes, dann tun Sie der Welt etwas Gutes. Selbstliebe ist kein Vergehen, es ist der Beginn jeder Liebe. Räumen Sie ihr Zimmer auf, behandeln Sie sich selbst wie eine Person, die es verdient hat, respektiert und geliebt zu werden. Behandeln Sie sich wie einen Menschen, der Potenzial hat! So hat der Nazarener es gemeint, als er sagte: „Liebt eure Nächsten wie euch selbst“. Dieses Gebot gilt in beide Richtungen.

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