Zur Verhältnismäßigkeit der medialen Berichterstattung

Anfang des Monats sah ich beim Überfliegen meiner Nachrichtenquellen einen Text, der sich mit der Ausgewogenheit der öffentlichen Berichterstattung beschäftigte. Ich habe den Link leider nicht behalten, das Thema ist inzwischen so alltäglich, dass ich es unter die Kategorie Alltägliches einsortiert habe und beinahe vergessen hätte. Dann kam die Thüringen-Geschichte und die totale Wucht der öffentlichen Empörungsmaschinerie mit all ihren kleinen Auslassungen, Kontaktschulden, Paranoia und Verschwörungstheorien, trat noch einmal in Licht. Mea Culpa, manchmal funktioniert Verdrängung besser als gedacht.

Es ging um ein Google-Experiment. 2 Suchbegriffe: Der 1. zu einem AFD-Skandal, ich meine es war die Steuerfahndung nach Gauland. Der Andere zu Strenz einen CDU MdB, wegen Bestechung und Bestechlichkeit von Mandatsträgern, Höhe 4. Mio. Euro. Stellen wir das Experiment kurz nach:

„Gauland Aufhebung der Immunität“, wegen circa 3000€, Google liefert ca. 84.000 Treffer.

„CDU MdB Strenz Aufhebung der Immunität“, wegen 4.0 Millionen Euro bzgl. Bestechung  und Bestechlichkeit von Mandatsträgern, Google liefert ca. 10.000 Treffer.

Es ist wirklich eine beachtliche Leistung unserer Medien, die 3000€ Falschangabe von Gauland um den Faktor 8 geringer zu bewerten, als die 4 Millionen wegen Bestechlichkeit des CDU Kollegen. Die Relevanz in der Platzierung der Meldungen, in den Presseerzeugnissen, ist dabei noch nicht einmal eingerechnet. Ein Armutszeugnis – mal wieder.

Die Maßstäbe sind verrutscht

Ähnlich verhält es sich mit den bereits erwähnten Fall Assange, der wird bis heute von der Tagesschau totgeschwiegen. Dafür bekommen wir jedes „How dare you“ einer panischen 16-jährigen zu hören. Die Liste lässt sich natürlich noch erweitern. Bomben der Russen vs. der Amerikaner in Syrien. Jeder russische Fehlabwurf ist – zu Recht – eine Katastrophe, von den vielen Amerikanischen „Fehltritten“ schweigt die Welt.

Dann hören wir in den Medien von einer Flüchtlingsgruppe, die aus Raqqa abgehauen ist, weil dort einfach alles zerstört ist. Die Situation in Raqqa ist furchtbar berichtet der Junge Mann, täglich wird gebombt. Schon denkt man sich: „Oh da werden die Amis ja mal ihr Fett wegbekommen“. Weit gefehlt natürlich: Im nächsten Satz wird auf die Bösen Russen und ihren Bruder im Geiste Assad verwiesen. Dumm nur das die Amerikaner seit 2014 Raqqa bombardieren. Der Russe hat da wenig mit zutun und Assad hatte dort lange die Kontrolle verloren.

Und nur um das noch einmal klarzustellen, es war der Friedensengel Obama, der das Gemetzel in Raqqa zu verantworten hat. Genau wie einen massiven Anstieg der Drohnenangriffe, wie auch der geheimdienstlichen Überwachung. Trump, der Mann, bei dem die Qualitätsmedien den 3. Weltkrieg kommen sahen und sehen, hat sich bemüht, dass Bombenwerfen einzuschränken. Sicher nicht, weil Trump so ein guter Typ wäre, aber das ist egal, denn es hat Leben gerettet. Letztlich sind Taten eine harte Währung.

P.S. Falls jemand den Link zu dem, eingangs erwähnten Text, kennt. Gerne kurz per Mail Bescheid geben, dann pflege ich den hier ein.

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